Häufig gestellte Fragen

FAQ

Ab wann muss ich als Verwender das Track und Trace von Explosivstoffen in meinem Unternehmen umsetzen?
Für die Verwender von Explosivstoffen tritt die EU-Kennzeichnungsrichtlinie ab April 2015 in Kraft. Ab diesem Zeitpunkt sind auch die Endverbraucher verpflichtet, lückenlos über die Verwendung und den Verbleib der Explosivstoffe Auskunft zu geben.

Benötige ich für die Umsetzung der EU-Kennzeichnungsrichtlinie unbedingt eine Software?
Nein, das ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Als Verwender von geringen Mengen an Sprengstoff und Zündern kann man das Track and Trace auch von Hand, z. B. im Sprengmittel Lagerbuch, vornehmen. Es ist jedoch sehr aufwändig und fehlerhaft dies in gewohnter Art schriftlich in dem Lagerbuch zu machen, da jeder einzelne Zünder und jede Patrone mit einer ca. 25 stelligen Nummer aufgeschrieben und erfasst werden muss.

Was ist der Datamatrixcode und wozu dient er?
Der Datamatrixcode ist ein 2D-Barcode, der mit speziellen Scannern gelesen werden kann. Dieser Datamatrixcode hat gegenüber herkömmlichen 1D-Barcodes den Vorteil, dass er wesentlich mehr Informationen enthalten kann und darüber hinaus noch eine gewisse Fehlertoleranz gegenüber Beschädigungen beinhaltet. Die Hersteller von Explosivstoffen haben sich auf die einheitliche Verwendung des Datamatrixcode verständigt, um die einzelnen Explosivstoffe eindeutig zu kennzeichnen.

Was für Daten enthält der Datamatrixcode?
Als wichtigste Informationen enthält der Datamatrixcode eine eindeutige Herstelleridentifizierung mit "Land" und "Herstellungsort". Daneben enthält er zwingend die eindeutige Kennzeichnung des einzelnen Artikels oder der logischen Einheit. Alle weiteren Angaben sind optional und jedem Hersteller ist es überlassen, ob er noch weitere Angaben wie Herstellungsdatum oder Nettoexplosivmasse in den Barcode einfügt.
WICHTIG: Der Datamatrixcode, der auf einer Kiste aufgebracht ist, enthält nicht die eindeutigen Identifizierungscodes der enthaltenen Artikel.

Was ist die "Lieferanten XML-Datei"?
Um zu verhindern, dass beim Wareneingang alle Kisten komplett ausgepackt und alle Artikel einzeln gescannt werden müssen, haben sich die Hersteller auf einen einheitlichen digitalen Lieferschein geeinigt (häufig  "XML-Datei vom Lieferanten" genannt). Diese XML-Datei enthält neben allen Einzelpositionen der Lieferung inkl. der eindeutigen Kennzeichnung auch die Information, welcher Einzelartikel sich in welchem Karton oder Kiste befindet. Das erleichtert später die Entnahme erheblich, da dann komplette Kartons entnommen werden können, ohne sie auszupacken zu müssen und den Inhalt einzeln zu scannen.

Benötige ich die Lieferanten XML-Datei für den Wareneingang?
Da nach der EU-Richtlinie ein elektronisches Lagerbuch die einzelnen Artikel ausweisen muss, ist es erforderlich, dass spätestens mit der Warenlieferung auch die XML-Datei zur Verfügung steht. Andernfalls müsste jeder einzelne Artikel der Lieferung von Hand gescannt werden, da sonst die Anforderungen der EU-Richtlinie nicht erfüllt wären und das Lagerbuch einen Fehlbestand aufweist.

Sollte ich eine Stichprobe beim Wareneingang durchführen?
Da das gesamte System auf den einzelnen Kennzeichnungscodes basiert ist es wichtig, dass eine Eingangskontrolle der Lieferung über Stichproben durchgeführt wird. Hierzu reicht es aus, wenn einzelne Kartons oder Kisten mit dem Scanner eingelesen werden. Anhand der Daten, die das System über die XML-Datei erhalten hat, kann sofort vor Ort festgestellt werden, ob aus Versehen eine falsche Kiste mit falschen Kennzeichnungscodes geliefert wurde.

Welche Anforderungen müssen die für das Track und Trace eingesetzten Geräte (Hardware) erfüllen?
Die BAM empfiehlt, dass die Geräte einen Schutzgrad von <= IP54 (Staub- und Spritzwasserschutz) erfüllen sollen, und die Sendeleistung nicht größer als 100 mW ist. Außerdem sollten alle Geräteanschlüsse geschlossen sein und alle leitende Gehäuseteile potentialfrei sein. Geräte mit Mobilfunk werden nicht empfohlen, da ihre Sendeleistung über 100 mW liegt.

Mit was für Konsequenzen muss ich rechnen, wenn meine verwendeten Geräte nicht den Vorgaben der BAM entsprechen?
Die BAM nimmt nur eine Gefährdungsbeurteilung vor. Die Sicherheit im Umgang mit Explosivstoffen und die Auswahl der richtigen Geräte ist die Aufgabe und Verantwortung des Arbeitgebers. In §5 des Arbeitsschutzgesetzes in Verbindung mit §3 der Betriebssicherheitsverordnung ist die Sorgfaltspflicht geregelt, nach der der Arbeitgeber bei der Gefährdungsbeurteilung die notwendigen Maßnahmen für die sichere Bereitstellung und Nutzung der Arbeitsmittel zu ermitteln hat. 

Müssen die eingesetzten Geräte von der BAM sicherheitstechnisch für den Einsatz im Explosivbereich überprüft worden sein?
Nein, allerdings gibt die BAM eindeutige Empfehlungen aus, welche Anforderungen Geräte, die im Umgang mit Explosivstoffen verwendet werden, erfüllen sollen. Besonders kritisch ist an dieser Stelle der Umgang mit losen Zündern. 

Sind die Geräte, die von Ontaris eingesetzt werden, für den Einsatz im Umgang mit Explosivstoffen und Zündern von der BAM als unbedenklich eingestuft worden?
Ja. Für uns ist der wichtigste Punkt die Sicherheit der Personen, die mit Explosivstoffen umgehen. Dem entsprechend erfüllen die von uns verwendeten Geräte alle von der BAM geforderten Grenzwerte bezüglich Geräteschutz und abgestrahlter Leistung.

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Deutscher Sprengverband, ISEE, EFFE

Ontaris GmbH & Co. KG
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